Makros? Mikros? Fleisch sind doch Kohlenhydrate, oder?

Wie fast immer nutze ich meine Mittagspause um kauend ein paar Zeilen in diesen kleinen Blog zu hämmern, diesmal sogar aus gegebenem Anlass.
Ich war gestern Abend noch kurz im Rewe und wurde dort angesprochen und gefragt, ob ich abgenommen hätte… „Ja, hab ich, rd 20 kg in mittlerweile 18 Wochen…“ war meine Antwort, die direkt mit der Frage „Und wie? Nur Wasser und Brot?“ quittiert wurde…

ähm.

Man bedenke, ich hatte 2 Pakete Steak und mehrere Pakete Huhn in der Hand, dazu Heidel- und Himbeeren und… in meinem Kopf ratterten die Optionen. Erkläre ich ihm jetzt wie wichtig essen ist? Stoffwechsel? Makros?

„Nee, eigentlich esse ich halt nur etwas sauberer als sonst und hab nen bisschen die Kalorien reduziert. Bin mit den Kohlenhydraten etwas runter gegangen und versuche damit jetzt die letzten Kilos zu packen…!“
„Ah. Also, weniger Kohlenhydrate, d.h. kein Fleisch und so…?“ Weiterlesen

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Fail to prepare. Prepare to Fail!

Gestern kam kurz bei Twitter die die Diskussion auf, ob ich lieber faul auf der Couch liegen bleiben werde oder mein Essen für die kommenden Tage vorkoche. Und auch wenn ich gerne liegen geblieben wäre, war es natürlich keine Option…

Ich werde oft auf meine Disziplin angesprochen, immer relativ eng am Plan zu essen, keine Ausschweifungen zu machen und relativ fokussiert zu sein. Klar, Disziplin gehört dazu, an jeder Ecke lauert eine Leckerei und wie schnell ist ein Snickers verputzt… aber Disziplin ist NICHT der einzige Schlüssel zum Erfolg. Organisation hat mindestens genau so einen grossen Anteil daran. Ich hasse es wenn ich mein Essen nicht passend abgewogen und verpackt bei mir habe.  Weiterlesen

Eat! This.

Wenn ich so durch die sozialen Medien und Snapchat und Blogs streife, komme ich unweigerlich nicht an diversen Diät Accounts und Blogs vorbei. Und wenn ich das so lese und richtig verstehe sind viele Leute immer noch der Meinung, Diät beinhaltet unweigerlich Verzicht, Hungern und vor allem: Fasten!

Warum?

Ernsthaft.

Klar. In einer Diät muss man sich in ein Kalorien-Defizit begeben. Sonst nimmt man nicht ab. Und damit ist auch schon alles gesagt. It’s that easy.
Kalorien-Defizit heisst aber nicht: „ich ess erstmal nüscht mehr!“ sonder mit etwas Hirn und Nachdenken seine Lebensmittel so auswählen das man satt wird UND im Kalorien-Defizit ist.

Aber ehrlich gesagt fängt das Problem gar nicht dabei an zu wissen WAS man essen kann oder „darf“, sondern nicht zu wissen WIEVIEL. Wenn ich 10 Leute frage wieviel Kalorien sie essen dürfen können mir wenigstens 6 keine Angabe machen. Wenn ich frage wieviel sie essen kann die Zahl schnell auf 8 ansteigen.
Jetzt mal im Ernst: wenn man nicht weiss wieviel man essen kann um im Defizit zu sein, und man nicht weiss wieviel man isst…. wie will man dann wissen ob es was wird?
Weil man 4 Tage nix „frisst“, 3 kg Wasser verloren hat und meint jetzt den Stein der Weisen gefunden zu haben? Neeee… so funktioniert das irgendwie nicht. Klar. Nen paar Tage geht das gut. So lange bis sich Freund Heisshunger mit Kollege Stoffwechsel die Klinke in die Hand gibt und einen an den Boden zieht.

Ich habe den Spass hinter mir. 1.600 kcal-Diäten mit 3 h Training am Tag, keine Kohlenhydrate, keine Fette, nur Proteine und Salat ohne Dressing. Funktioniert nicht. Glaubt es mir.

Und IIFYM mag sich toll anhören, ist aber in meinen Augen totaler Bullshit. Wie kann ich gesund und fit werden wollen in dem ich Lebensmittel esse, die eigentlich aus Müll bestehen und mir dafür den Rest des Tages nen Loch in den Bauch hungere? Ich mein, das sagt doch schon der logische Menschenverstand das sowas nicht funktionieren kann.

Bitte. Hört auf mit „ich darf jetzt nix mehr essen weil es ist ja schon nach 18 h und da steht in der Brigitte da soll man nich mehr essen mimimi…“ Das ist ALLES QUATSCH! Esst den Tag über verteilt gescheite Lebensmittel, am besten frisch zubereitet oder vorgekocht. Und Ihr werdet sehen: Diäten ohne Hunger aber mit Defizit sind tatsächlich möglich.

Ich hab in dieser Diät teilweise nen richtig schlechtes Gewissen weil ich so oft so satt war, teilweise musste ich meine Portionen in Schüsseln zu mir nehmen weil die Teller zu klein waren.

Und ich hatte weitaus schlechtere Diäten als diese.

GoKo haut einen raus. #realtalk

Auch wenn ich dieses Wort #Realtalk kein bisschen mag (ich finde sogar totale Kacke), aber GoKo, bekannt aus Funk und YouTube, haut nen richtig gutes Video raus. In diesem Video geht er mal darauf ein, wie ein Anfänger überhaupt erst mal anfangen sollte.

Und es ist wie immer bekannte GoKo Quali. Zieht es Euch rein, der Mann weiss wo von er redet.

Und an alle Anfänger: nehmt es Euch zu Herzen.

Am Anfang war das Licht!

Mag sein. So dolle hab ich es mit dem Verein nicht. Aber bei mir war eigentlich nur Dunkel. Auch wenn es pathetisch klingt (isses auch), aber ich hab mich im Diät-Wirrwarr verlaufen.
Es hat nie am Training gelegen, das war immer hart und anstrengend und ich hatte zwischenzeitlich echt Probleme nen Trainingspartner zu finden der a) die Häufigkeit und b) Intensität mit gehen wollte. Es gibt Leute im Fitness-Studio die behaupten Beintraining mit mir wäre ne Nahtoderfahrung. Mag sein.

Ich hatte mich verlaufen in Expertenmeinungen, Blogeinträgen, YouTube-Videos, schlauen Sprüchen und Halbwahrheiten. LowCarb, HighCarb, LowFat, Ketose, Paleo und wasweisichnochalles. Zwischendurch hab ich sogar mal LowAlles gemacht und nur noch Eiweiss und Salat ohne Dressing oder Öl gegessen, mich mit 1.600 – 1.800 kcal ausgehungert weil irgendwer wusste das max. 2.ooo kcal das Richtige sind. Und dabei noch 5 kg zu genommen.
Da war irgendwo der Punkt erreicht wo ich mir selbst eingestehen musste: das ist alles Bullshit was Du da machst. Mein Stoffwechsel am Boden (ja Leute, das macht der Stoffwechsel wenn er nix mehr zu beissen bekommt) und ich richtig angepisst. Was jetzt? Weiterlesen

Es geht los…

Nö, komm… ich mach keinen Blog mehr. Nie mehr. Egal über was. Zuviel Arbeit, zu wenig kommt bei rum und ausserdem: das liesst doch eh keine Sau.

Nu ja. Und da isser. Der Blog.

Wie oft, wie lang und wie informativ die Beiträge werden? Keine Ahnung. Vermutlich wird es gar nicht über diesen einen Beitrag hinaus gehen. Vielleicht gibt es noch einen weiteren… oder zwei.

Also… worum geht es hier? Um meine Diät. Genau. MEINE DIÄT. Jetzt kommt jeder der einmal irgendwas von Diäten oder Hungern oder Sport gehört hat und sagt: „määäh, Diät is doch voll scheisse, Ernährungsumstellung ist doch viel besser!“…
Ja! Du hast Recht. Würde ich auch jedem empfehlen, der sich Abends vorm Fernseher ne Tüte Chips rein knattert nach dem er Mittags beim BK auf nen kleines Maxi-Menü war und noch dazu Sport eher so lala findet. Iss Obst, Gemüse, vernünftige Kohlenhydrate, gute Proteinquellen, garniere das mit 2-3 x Sport in der Woche und ZACK! die Resultate werden kommen und das Gewicht/Fett gehen.

Aber der bin ich nicht. Der war ich bis August 2011. Habe dann >30 kg abgenommen und mir im Laufe der Jahre wieder mühsam (sic!) Kilos aufgebaut, bin 4x die Woche hart am Eisen und esse eh schon recht bewusst, habe keine Angst vor Cardio Einheiten um 4.45 h morgens und finde Kniebeugen mit 180 kg auf den Schultern entspannend (naja.).  Ich bilde mir ein, halbwegs zu wissen wo von ich rede. Zumindest glaube ich das mittlerweile wieder. Denn nach Diäten die eher einer Selbstzerstümmelung glichen (1.600 kcal an trainingsfreien Tagen, 1.800 kcal an Trainingstagen bei rd 120 kg Körpergewicht, 2 h Cardio am Tag etc.) oder Irrwegen wie Ketose oder Paleo oder diesem ganzen anderen Blödsinn musste ich wieder zurück auf den Weg der Generationen von Bodybuildern hat gross und stark werden lassen. Dazu habe ich mir Hilfe geholt und (jaja) an einem Programm teil genommen. Dieses Programm war aber keine Tänzer-Scheisse oder von irgendnem debilen Moderatoren gemacht sondern vom Mr. Olympia Amateure 2015, David Hoffmann.

Von dieser Diät, den letzten 3 Monaten und den kommenden Wochen werd ich (versuchen) zu berichten. Von all dem ganzen Krams der so im Netz rumschwirrt, angefangen bei CarbCycling, Backloading, LOWCARB, IIFYM oder Cheatdays… von Momenten mit Schwielen an den Händen und Tränen in den Augen, von Tricks wie Zähneputzen weil der Hunger kommt oder von Rezepten die ich selbst ausgetüftelt habe, von den vielen Litern Schweiss, dem Muskelkater, der Erschöpfung, dem Hunger aber auch dem Gefühl, in den Spiegel zu gucken und auch ein wenig Stolz auf das zu sein was man erreicht hat.

Denn, vorweg nehmend: das Programm an dem Du teilnimmst ist immer nur so gut wie das was Du bereit bist zu investieren.