Ab wann ist man eigentlich Influencer?

Influencer. Oh mein Gott. Was für ein schlimmer Begriff für Menschen, die selbst der Meinung sind, auf irgendwen Einfluss haben zu können. Entstanden irgendwo in den Tiefen der Techblogs, bezeichnen Menschen andere Menschen so, die durch irgendwas auf Jemanden Einfluß nehmen können. Natürlich im Sinne von: verkaufen.

Ich glaube diese ganzen YTer sind Influencer. Na klar sind sie das. Und da ist es egal ob Tech, Fitness oder Beauty.

Aber ab wann ist man Influencer? Wenn man einen Menschen mitnimmt? 2? 200? 2.000? Ich weiss es nicht. Und ich bin auch weit davon entfernt, mich als so jemand zu bezeichnen, aber ich hab neulich mal mit Kai Thrun (Blog ˙ Twitter und 90 Tage Challenge)  via Snapchat darüber ‚diskutiert‘, in wie fern man wirklich auf Andere Einfluss hat und diese mitnimmt. Und inwiefern man davon überhaupt Kenntnis hat? Und wie stellt sich diese Kenntnis dar? An der Zahl der Follower? Der Likes unter dem Instagram Post? Oder weil es Dir mal jemand sagt?

Weil Du es machst…

Stein des Anstosses waren mehrere Snaps von mir, in denen ich davon berichtet habe, dass mir jemand, von dem ich das nie erwartet hätte und den ich eher als ‚Vorbild‘ für Sport heran gezogen hätte, mir bei Twitter oder Instagram gesagt hat, meine Disziplin sei Inspiration.IMG_2860
Darauf hat Kai mich angeschrieben und sinngemäß etwas von „man merkt halt wenn es jemand Ernst meint…“ gesagt. Scheinbar geht das anderen Menschen so, sie sehen mich und das was ich tue als Ernst an.
Und dabei mach ich gar nichts. Ich kämpfe den Kampf gegen meine eigenen Dämonen, mein eigenes Spiegelbild und den Daily Struggle. Und davon berichte ich bei Twitter oder Instagram. Mal etwas mehr, mal etwas weniger. Mal, um selbst jemanden zu finden der sagt: „Läuft doch, Junge…!“. Mal um Bestätigung zu bekommen. Und sicher auch ganz oft, als Fishing for Compliments.

Seien wir ehrlich. Jeder macht das. Und das ist der einzige echte Grund warum es Plattformen wie Instagram und Twitter gibt: Selbstdarstellung. Selbstdarstellung und Bestätigung. Und Zuspruch. Vergessen wir den Zuspruch nicht…

Sei freundlich, hilf jedem der es möchte, aber dränge niemandem was auf

Wenn mich jemand nach Ernährung, Training oder meiner Unterhosengrösse fragt gebe ich gerne Auskunft. Wirklich. Man braucht mich nur zu fragen, sowohl im RL im Studio oder an der Supermarktkasse als auch in den sozialen Netzwerken. Ich bin sogar mittlerweile echt entspannt wenn mir jemand danach sagt „Jo, alles total gut und so, aber ich will ja auch nicht so aussehen und mache es deswegen komplett anders…!“

Jo. Dann is das halt so. Mach wie Du meinst. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Und schon gar nicht weiss ich was Richtig ist. Und vor allem bin ich nicht arrogant genug zu denken zu wissen was für mein Gegenüber das Richtige oder das Falsche ist.

Unentspannt werde ich meist, wenn mich ein und die selbe Person schon mehrfach gefragt hat, was man wie trainiert, wann man was isst und es dann wieder besser weiss und es keinen Erfolg gibt. Bitte. Sei so nett und red mit wem anders. Ich kann Dir nicht helfen.

Ebenso die Leute, die im Vorfeld immer viel reden, nichts sagen und noch weniger machen. Nach 3 Tagen „Diät“ ist man noch nicht so hungrig, dass man eine Tafel Schokolade essen muss. Glaubs mir. Man muss auch mal aushalten können.
Auch nach einer Woche „Clean Eating“ braucht man noch keinen „Cheatday“ oder BurgerKing. Ehrlich. Trust me. Nach einigen Wochen bist Du froh das Du die Kacke aus Deinem Körper hast und willst nie wieder dort essen, weil der Körper da gar nicht mit umgehen kann…
Aber wenn Du meinst, Du bist so ausgelaugt, Du „brauchst das jetzt?“ – ok. Ich werde weder positiv noch negativ darauf reagieren, wer bin ich auch, mir das anzumaßen?

Zurück zum Thema:

Aber zurück zum Thema. In wiefern sind wir uns bewusst, dass unser Tun auf andere Menschen Einfluß hat? In wie fern fühlt sich jemand über soziale Netzwerke durch einen motiviert? Oder im RL? Gesagt hat es mir im echten Leben noch niemand, nur via Twitter oder Facebook.

Ich denke nicht, dass es auf dieses Thema eine Antwort gibt, zumindest nicht wenn man mit halbwegs normalem Selbstbewusstsein ausgestattet ist.
Ich sehe mich definitiv nicht als eine Art Influencer oder Motivator. Ich tue mich sogar schwer damit, mir jemand Anderen als Vorbild oder Motivator zu nehmen. Meiner Meinung nach muss ich eh den Weg alleine gehen. Ein Motivator oder Trainingspartner kann ein Stück mit kommen, aber er kann mich nicht tragen, dass muss ich schon selbst erledigen…

Fazit

Gibt keins. Braucht auch keins. Sollte ich jemanden in meinem Leben dazu motiviert haben, sein Leben etwas umzustellen, freut es mich.
Wenn nicht – ist es auch in Ordnung.

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