Gastbeitrag: Der härteste Gegner bist Du selbst…

Heute Morgen, während ich darauf warte, dass mein iMac mal Lust hat alle Updates fertig zu stellen und mich arbeiten zu lassen, nutze ich die Zeit um eine neue „Reihe“ zu beginnen… Da es auf die Dauer zu langweilig ist, mein eigenes Geheule in Worte zu fassen, bin ich ständig auf der Suche nach Gastbeiträgen bzw. Erfahrungsberichten anderer Leute. Den Anfang macht heute jemand, den ich über Twitter kennen gelernt hab und der eine ähnliche Geschichte aufzuweisen hat wie ich: @s1ro.

Also, Vorhang auf, Manege frei für den ersten Gastbeitrag:

Der härteste Gegner bist du selbst

Oder auch: Warum mach ich den ganzen scheiß überhaupt?

 

Das Moppelkind hatte mich gefragt, ob ich nicht mal für seinen Blog schreiben könnte. Was mich wirklich freut. Und mir eine Ehre ist. Wir kennen uns über Twitter. Ist schon verrückt, dass es noch mehr so bescheuerte wie uns gibt.
Ich habe so einen Blog zwar noch nie gemacht. Aber jeder fängt ja mal an…

So lange ich mich erinnern kann, war ich schon dick. Es gibt Kinder Fotos, da war ich 2 oder 3 Jahr, Aber daran erinnere ich mich nicht. Da war ich wirklich dünn, selbst als Kind.

Sobald ich mich aber an mich erinnern kann, bin ich dick. Ich habe schon Kleinkind Cortison bekommen. Und meine Mum meinte es dann immer zu gut mit dem Essen. „Der Kleine ist ja krank. Der muss was Essen“

Ich war schon immer der Dicke. Damit konnte ich auch leben. Nach Schulschluss war ich aber auch immer sportlich aktiv. Ob Karate, Rudern um Verein. Oder Basketball. Schlimm wurde es, als ich anfing zu arbeiten, und den ganzen Tag im Büro saß, und die Süßigkeiten überall um mich standen.

Dazu hatte ich dann auch noch aufgehört mich zu bewegen.

PC spielen war das wichtigste überhaupt. Da war ich gut. Das hat Spaß gemacht. Und so wurde ich immer dicker und dicker. Es störte mich auch wirklich nicht weiter. Wenn XXL nicht mehr passte, ging mal halt in den Laden für Dicke. Ich fand es auch völlig normal zwei Tiefkühlpizzen zu essen. Oder die 40 er Familienpizza mit noch nem Kübel Eis dazu.

„So schlimm siehst du ja gar nicht aus. Die Klamotten passen noch. Und zur Not nimmst halt ne Nummer Größer. Und andere sind viel dicker als du“

So ging es dann, bis ich 27 war.

Mein Schlüsselerlebnis war ein Foto auf dem Hurricane. Dort saß ein „Fettsack“ im Stuhl der einfach nur noch Fett war.

Jeder hat schon mal zu sich gesagt: „Ab Montag mach ich Sport und Diät“

Ich ging aber noch mal in mich. Und das hat bis heute meine Einstellung zum Leben verändert. Warum nicht heute? Warum?

Also noch am gleichen Tag angefangen Diät zu machen. Ich war wirklich konsequent mit mir. So habe ich zwei  Scheiben Knäckebrot mit Pute über den Tag verteilt gegessen. 6 Fucking Monate. Daß das nicht ohne Nebenerscheinungen passiert ist ja auch klar. 2009 ist mein Galle dann entnommen worden. Weil die dann „leer gelaufen“ ist. Ich bin dann auch kurz vor einer Essstörung gewesen.

„Wenn du den Liter Wasser nicht trinkst, dann sparst du ein Kilo“

Aber zurück zur Diät.
Nachdem der Köper zwar abnahm, aber nicht mehr so schnell wie zu Anfang, hab ich mir gedacht, mit Sport wird es schneller gehen.

Standrad gekauft, und jeden Tag eine Stunde auf dem Ding gestrampelt. Und der „Erfolg“ gab mir Recht.

„Ernährung“ weiter bei behalten

Und so bin ich in 7 Monaten von 140 Kg auf 85Kg runter.

Geil! Würde man jetzt sagen. Aber die Haut und das Körperfett waren noch da. Somit wabbelte ich immer noch unter dem L Shirt.

Was also tun?

Gleicher Tag noch im Sportstudio angemeldet. „Warum erst morgen?“

Aber was mach ich mit dem Essen?

Ja, dann esse ich mal wieder ein wenig mehr. Damit ich da auch „Dampf“ hab im Studio.

Das war dann die Rettung vor der Essensstörung würde ich sagen.

Wie esse ich jetzt?

Naja, ich bin bis heute immer noch in der Ausprobierphase. Mich hetzt ja keiner.

Low Carb und weiß der Geier hab ich natürlich auch schon probiert. Wer da meine Erfahrungen hören möchte, kann sich gerne bei mir melden.

Ich mache es ähnlich wie das Moppelkind.

Huhn und Reis ist der derbe scheiß

Zudem versuche ich Zeiten einzuhalten in denen ich esse. Das  gibt mir Stabilität. Aber ich war Dienstag auch mal im American Diner und hab mir Chicken Burger gegönnt. Das ist dann mal alle 3-4 Wochen so. Und ich Zisch mir weiterhin gerne mit den Jungs mal einen rein.

Wie oft mache ich Sport in der Woche?

Ich gehe 6 bis 7 mal ins Studio in der Woche. Das ist das gute, dass ich mittlerweile in so einem 24 Std. Bunker bin für 15 €. (Das dusche ich schon raus. Aber das nur am Rande)

Jeden Tag eine Stunde Cardio Plus 3x die Woche hartes Geräte Training.

Warum mache ich das?

Warum ich das mache? Um selbst meine Grenzen zu testen. Was geht und was bekomme ich nicht hin.

Natürlich hab ich auch mal einen Tag, wo ich keinen Bock habe. Aber ich denke immer wieder an Mein Foto welches ich zu Anfang erwähnt habe. Das treibt mich immer noch an. So will ich nicht wieder aussehen.

Wie schon beim Pumping Iron gesagt wurde: Jeder ist sein eigener härtester Gegner. Und das stimmt auch so.

Wenn Freunde ankommen und sagen: Nimm doch XY auch mit. Der ist auch zu dick. Dann sage ich immer: Nein, das muss er für sich alleine entscheiden.

Ich gehe nur nicht hin, wenn ich krank bin. Oder es wirklich nicht von der Zeit passt.

Aber brauchst du nicht mal einen Tag Regeneration?

Naja, ich denke mir immer: Die Soldaten beim Bund bekommen auch keine Pause. Warum ich dann?

Zudem eierst du Trulla nur 45 min auf dem Crosstrainer rum bei Stufe 1 und schwitzt nicht mal. Also halt die Fresse!

Ja, aber du hast sonst keine Hobbys.

Doch habe ich. Ich lese sogar recht viel. Fahre gern Motorrad. Und bekomme Haushalt, Garten und was sonst alles anfällt auch noch hin.

Achja und ne Freundin hab ich auch noch, die ab und zu Zeit abverlangt.

Und ab und zu spiele ich auch noch PC 😉

Das ist der Unterschied, wenn du um 16 Uhr auf der Couch mit einer Tüte Kesselchips sitzt, und Berlin Tag und Nacht schaust, bin ich noch beim Sport und mache danach noch die Bude.

Fazit

Jeder kann an sich arbeiten. Und das jeden Tag. Nicht erst morgen. Ich bin auch noch nicht am Ende meiner Reise.

Anm.: ich habe an dem Text „redaktionell und inhaltlich“ nichts verändert. Falls jemand anders Lust bekommen hat, einen Beitrag über seinen Weg, seine Idee und seine Ziele zu verfassen: sehr gerne. Meldet Euch einfach. Ansonsten vielen Dank an @s1ro für diesen Text und das damit gegebene Vertrauen.

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