Focus behalten…

ACHTUNG: das Dingen hier wird etwas schleimiger. Ein Text über fehlende Motivation, Hunger, Müdigkeit, Disziplin und dem Versuch, irgendwie die Talsohle zu durchschreiten.
Wer also keine Lust auf etwas Mimimi gepaart mit Verdammte Schayze, jetzt erst Recht hat: abschalten.

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Rauf statt runter.

Im letzten Beitrag hab ich ja schon mal darüber geschrieben, dass sich seit ein paar Wochen nichts tut bzw. getan hat. Letzte Woche Montag, also Anfang der 8. Woche, hab ich Montags gedacht, mich trifft der Schlag. +1 kg. EIN KILOGRAMM MEHR. In der Diät.
Alter Finne. Was geht ab?

Ich bin ja gerne jemand, der dann zu Anderen sagt: „Cool bleiben, alles nicht so schlimm. 1 kg zählt gar nicht, vielleicht n bisi salzig gegessen…“ und prozentual gesehen ist 1 kg bei 113 kg natürlich auch nicht der Rede wert. Bei Anderen.

Bei mir…….. ….. ist das etwas anders. Zumal ich eh leichte Probleme mit der Disziplin und dem durchhalten hatte. Gern mal n Löffel Erdnussmus gegessen hab, 2 Haribo-Lakritz oder ähnliches. Gepaart mit meiner leicht verschobenen Selbsteinschätzung und -wahrnehmung ergibt das mitunter eine explosive Mischung.

Was los, Junge? Mach ma!

its-your-roadZu dem Zeitpunkt, letzten Montag, hatte meine Motivation einen echt beschissenen Tiefpunkt erreicht. Das Gewicht steht seit Wochen, steigt sogar kurz einmal an. Noch nie musste ich mich so zum Training zwingen wie in der letzten Woche. Ich habe sogar eine Einheit ausfallen lassen um dem ehemals glorreichen 1. FC Kaiserslautern in Bielefeld beim rumstolpern zu zu sehen. Unter normalen Umständen hätte es das nicht gegeben bzw. ich hätte irgendwas unternommen diese Einheit am Samstag nach zu holen. Diesmal war es mir….fast…egal. Sicher, ich hab mich geärgert. Zu Mal dieser elende Verein mal wieder verloren hat, aber so richtig sauer und geil aufs Training war ich nicht.

Nutzt doch nix….


Aber da rumheulen nur dem etwas nutzt, der sich selbst besser fühlt wenn Andere scheitern, muss man halt eben gucken und entscheiden was man ändert.
Ich hab mich vorsichtig an die Kalorien, die ich zum abnehmen brauche, ran getastet. Nicht zu schnell zu wenig essen. Auch wenn es laut dem Buch Fettlogik überwinden keinen Hungersoffwechsel gibt, aus persönlicher Erfahrung kann ich dem nicht zu stimmen. Gehe ich zu schnell mit den Kalorien runter fühle ich mich noch platter und müder als ich es eh schon tue, auf ne Art wie entladen. Also: piano. Das hat natürlich zur Folge, dass das Gewicht nicht so rapide purzelt. Zum Einen erhoffe ich mir damit einen höheren Erhalt der Muskulatur (letztes Jahr hat wirklich Substanz gekostet) und zum Anderen sind Abnahmen von 2-3-4 kg/Woche auch medizinisch eher bedenklich und vermutlich nicht echt. Somit sind Stillstände und evtl. kleine Zunahmen natürlich immer möglich und eigentlich auch ok, gibt es doch Aufschluss darüber was man ändern muss oder wo man ansetzen sollte…

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März 2016 – März 2017

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Beginn der Diät: Ende Januar 2017

Auch, und da muss ich mich echt immer zu zwingen: das Gewicht ist NIEMALS der Gradmesser darüber ob die Diät erfolgreich verläuft. Maximal ein Anhaltspunkt. Spiegel und Maßband sind die wirkliche Aussagekraft. Schaue ich in den Spiegel, gibt es Tage an denen ich sag: „bleib locker. es läuft doch“ und Tage wie gestern, an denen ich am liebsten eine Hantel in den Spiegel werfen würde (wäre ich nicht so schwach!)… alles in allem sollte ich vermutlich zufrieden sein, bin es aber nicht…

Noch ein bisi runter….

Also, Kalorien noch etwas runter. Nur 100 kcal. Und gucken wo die Reise hingeht. Dazu Cardio auf wenigstens 30 min/Trainingstag rauf. Das muss doch irgendwie zu schaffen sein, das Plateau zu überwinden…

Und das ist es. Als zu schaffen gewesen. Heute Morgen zeigt die Waage 111 kg an. -2 kg wenn ich den 114 kg Ausrutscher mal unter den Tisch fallen lasse, mit dem sogar 3 kg. Das ist irgendwie ein typisches Bild, dass ich schon aus dem letzten Jahr kenne…. 3-4-5 Wochen passiert null und dann auf einmal: BÄM. 2 kg weniger.

Motivation, Alter!

Was macht die Motivation, Specki?
Bin ich heute wieder mehr motiviert, als ich es letzten Montag war? Weiss nicht. Echt nicht. Mir tut alles weh, die Ellenbogen, Knie, Beine, Schultern… eigentlich alles. Ich bin müde, meist hungrig und fühle mich schlapp.

Aber: aufgeben gilt nicht. Macht man nicht. Ich gebe niemandem die Genugtuung, der über meine Tupperdosen und Reiswaffeln gelacht hat, über mich zu triumphieren. NIEMALS.

Ich werde weiterhin genau so an den Keksen und Gummibären im Empfangsbereich vorbei gehen, wie ich es letztes Jahr getan hab. Ihr kriegt mich nicht klein. Kein bescheuerter und mies schmeckender Keks. Kein Burger, keine Currywurst. Kein Neider, „Hater“ oder sonst irgendwer.

Ich mache mir jetzt meine Disziplin zu eigen. Jetzt. Wo kaum oder wenig Motivation da ist, muss es die Disziplin richten. Bis die Motivation wieder da ist. Ich hab mir die ganze Scheisse nicht umsonst und vor allem nicht vergebens auf den Körper nageln lassen. Würde ich jetzt aufgeben wäre ich nicht besser als der fette Typ, der ich früher war. Der fette Faulpelz und Fastfood-Esser, der immer nächsten Montag starten wollte.

“Our greatest glory consists not in never falling, but in rising every time we fall.”

RALPH WALDO EMERSON

Wer nicht versucht alles zu geben, kann nicht scheitern. Wer scheitert kann gestärkt hervor gehen. Gescheitert ist man erst, wenn man es nicht wieder erneut versucht.

Fick Dich, MoppelME. Du kriegst mich nicht, dafür bist Du nicht gut genug..!

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